Spieltrieb und Apportierfreude sind am wichtigsten bei diesem mitreißendem Sport der aus den USA kommt.
erste patentierte Flyballmaschine
Über die USA, Kanada, Großbritannien und Belgien hat Flyball mittlerweile auch den Weg zu uns gefunden.
Flyball ist ein Mannschaftsport, wobei die eigentliche Laufmannschaft ausschließlich aus Hunden besteht.
Flyball kann von allen Hunden praktiziert werden. Einzige Voraussetzung: der Hund sollte "ballverrückt" sein!!
Natürlich haben schnelle Hunderassen einen Vorteil. Man sollte aber bei allem Tempo und Ehrgeiz nicht vergessen, daß Flyball ein Spiel ist.
Die Ausbildung muß also mit viel Lob und Spiel, Vertrauen und Freude erfolgen. Sobald der Hund begriffen hat was von ihm verlangt wird, und er Spaß an der Sache gefunden hat, wird er automatisch schnell und sicher.
Der Autor behauptet sogar, daß mache Hunde Ihren eigenen Ehrgeiz entwickeln, ja richtig unter ,"Strom" stehen, sobald die Flyballbox gesichtet wird!
Wer schon mal ein Flyballturnier beobachten konnte, weiß wie man mitfiebert und seine Mannschaft evtl. auch seinem Hund anfeuert und motiviert.
Ich kann nur hoffen, daß Flyball in Zukunft mehr wird als nur ein Pausenfüller bei Agilityturnieren oder Ausstellungen.
Im Juli 2007 gab es einen Bericht mit Interview im Radio Tirol. Diesen Beitrag könnt ihr euch auch runterladen.
"Der Abstand von der Start-/Ziellinie zum ersten Hindernis beträgt 1,83 m (= 6 feet).
Zwischen den Hindernissen ist ein Abstand von jeweils 3,05 m (= 10 feet).
Der Abstand vom letzten Hindernis zur Vorderseite der Flyballbox beträgt 4,57 m (= 15 feet).
Zwischen den beiden Flyballbahnen beträgt der Abstand mindestens 4 m und höchstens 6 m.
Die Mindestabmessungen des Wettkampfgeländes mit 2 Bahnen sind 35 m in der Länge und 10 m in der Breite.
Der Veranstalter sorgt für einen möglichst rutschfesten Untergrund für die Flyballbahnen, am Aufstellungsplatz der Flyballboxen und im Start-/Zielbereich. Weiters sorgt der Veranstalter für eine undurchsichtige Rückwand hinter jeder Box, mindestens 60 cm hoch, um zu verhindern, dass nicht gefangene Bälle zu weit wegrollen.
Die Rückwände werden so aufgestellt, dass die Sicht der Boxenrichter und der Zuschauer nicht beeinträchtigt wird.
Der Abstand zwischen der Box (gemessen von der Boxenvorderseite) und Rückwand beträgt nicht weniger als 2,15 m (= 7 feet).
Eine ebenfalls undurchsichtige Wand wird zwischen den Boxen aufgestellt, um Störungen zu minimalisieren. Diese Wand endet in derselben Linie wie die Vorderseite der Boxen, nämlich 4,57 m (= 15 feet) von der letzten Hürde entfernt. Es ist weiters gestattet, eine durchgehende Absperrung zwischen den beiden Flyballbahnen von der Boxenlinie bis in den Start-/Zielbereich anzubringen.
Behälter für Bälle, nicht im Einsatz befindliche Boxen, Werkzeuge (Hammer, Bürsten u.s.w.) sind hinter der Rückwand zu deponieren.
Findet der Wettkampf auf hartem Untergrund oder Teppichboden statt (z.B. in einer Halle) und es besteht Verletzungsgefahr (Verbrennung der Pfoten), muss jede Bahn mit einer geeigneten Oberfläche (z.B. rutschfeste Gummimatten) ausgelegt werden."
Heute laufen die meisten österreichischen Flyballmannschaften auf sogenannten "Curved-," oder "Boomerangboxen".
Der Unteschied zu den älteren "Katapultboxen" liegt in der Geschwindigkeit und im Bewegungsablauf des Hundes. Je nachdem mit welcher Box man bei einem Turnier Antritt kann mann in der "klassischen Division" (Katapultbox) bzw. in der internationalen Divison laufen.
![]() Katapultbox |
![]() Curvedbox |
Kaiserbox siehe Links: Flyball mit Tom |
Flyballhürden sind so beschaffen, dass sie sich von 20cm bis 40cm mit Einlagebrettern in einer Abstufung von 2,5cm höhenmäßig verstellen lassen. Weiters haben diese Hürden zumeist blaue oder rote Seitenteile, um die Laufbahnen zu kennzeichnen.
International werden pro Begenung zweier Mannschaften nicht ein Lauf sondern mehrere gelaufen. Je nachdem ob ein "best of 3" oder ein "best of 5" gelaufen wird, benötigt man 2 oder 3 Siege zum Aufstieg in die nächste Runde.
Abkürzung für "British Flyball Association". Eigenständiger, aus dem Kennelclub ausgetretener Verband, der sich nur um Flyballbelange in England kümmert.
Abkürzung für den "belgischen Flyballverband"
Einteilung der Teams in mehrere Gruppen. Diese Einteilung erfolgt in manchen Verbänden am Jahresanfang und gilt für die ganze Saison (Holland); in den meisten anderen Ländern wird jedoch vor jedem neuen Turnier anhand der "Referenzzeit" neu eingeteilt. Dies ermöglicht ausgeglichene Turniergruppen, wo wirklich jeder jeden schlagen kann. Somit wird die Spannung für Teams und Zuschauer gleichermaßen gehoben. Eine Division besteht aus 3 - 10 Mannschaften. Je niedrieger die Division desto besser/schneller sind die Mannschaften.
= "zweifache Ausscheidung"
Ausscheidungslauf um den Sieg in einer Division. Vorteil gegenüber dem normalen "KO-System": wer einmal verloren hat, ist noch nicht aus dem Rennen, sondern kann sich in der Gruppe der Verlierer weiter bis zum Finale durcharbeiten. Wer jedoch auch in dieser Gruppe verloren hat, für den gibt es kein Weiterkommen mehr. Im "ersten Finale" treffen die bis jetzt "unbesiegte Mannschaft" und jene Mannschaft aus der "Verlierergruppe" aufeiander. Gewinnt das "erste Finale" jene Mannschaft die noch nie verloren hat, so ist diese Mannschaft der Sieger (Mannschaft aus der Verlierergruppe hat dadurch ja schon zum 2. mal verloren), gewinnt das "erste Finale" jedoch die Mannschaft aus der Verlierergruppe, so muss noch ein Finale stattfinden (die andere Mannschaft war ja bisher ungeschlagen, und hat zu diesem Zeitpunkt erst einmal verloren, zum Ausscheiden muss ein Team aber 2 mal verlieren). Der Sieger dieses 2. Finales ist der endgültige Sieger!!
Abkürzung für "Elektronisches Jury System"
Die mir bekannten "EJS" besitzen neben einer visuellen Startanlage auch noch ein Fehlstart-System für die Hundewechsel. Das auch die Zeit elektronisch gemessen wird versteht sich von selbst. Weiters bieten sie die Möglichkeit den Hundeführen Fehler ihrer Hunde über Lichtzeichen anzuzeigen. Dies geschieht vom Richterpult aus.
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Jedes Team hat beim Beginn des "Race" einen Fehlstart "gut". Das heißt: sollte der erste Hund eines Teams, die Start/Ziellinie überschreiten, bevor der Start durch das "grüne Licht" (beim EJS) bzw. durch ein anderes Signal (Nebelhorn oder ähnliches) freigegeben wurde, so spricht man von einem Fehlstart. Hat eine Mannschaft den ersten Fehlstart begangen, wird der Lauf abgebrochen und neu gestartet, beim 2. Fehlstart der selben Mannschaft muss der Starthund am Ende nocheinmal laufen.
Ist die Bahn auf der gelaufen wird. International spricht man von der "blauen" und von der "roten" Bahn. Eine "rote" und eine "blaue" Bahn bilden zusammen einen "Ring".
Abkürzung für "Nord Amerikanische Flyball Association" .
Einzelner Lauf. Eine Begegnung zweier Mannschaften besteht aus bis zu 5 "Läufen".
Die Referenzzeit ist jene Zeit, durch die die Teams in "Divisionen" eingeteilt werden. Die Art und Weise wie man zur Referenzzeit eines Teams kommt ist unterschiedlich - Meistens wird sie durch einen Schnitt der schnellsten Zeiten der letzten Turniere ermittelt. Sie kann aber auch vom Team selbst bestimmt werden, wenn diese aus Gründen von Teamänderungen (Ausfälle aller Art) ihre schnellsten Zeiten nicht erreicchen können. In diesem Fall jedoch darf das Team in keinem "Race" diese Referenzzeit um 0,5 Sekunden unterbieten, da sonst der Lauf "ungültig" gewertet wird. Dadurch will man verhindern das sich Mannschaften durch zu hohe Referenzzeiten Vorteile in einer höheren Division verschaffen.
Bei kleineren Divisionen, ca. bis 5 Mannschaften wird in der Vorrunde gerne ein "Round Robin" gelaufen. Hierbei laufen alle Mannschaften einer Division in einem "best of 3/5" gegeneinander wobei es für jedes gewonnene "Race" 2 Punkte gibt. Die Reihung aus dem "Round Robin" wird für die Einteilung bei der "Elemination" benötigt. Der "Round Robin" wird in Amerika bei der "NAFA" auch als eigenständiger Bewerb gelaufen.
Wettkampfstätte, bestehend aus den 2 "Lanes" und dem Start und Zielbereich. Bei großen Turnieren wird auf 2 oder mehreren "Rings" gelaufen.
Hauptwettkampf,
bei der "Single Elemination" reicht es schon einmal zu verlieren um aus dem Bewerb auszuscheiden. Diese Variante wird jedoch nur bei einem sehr großem Starterfeld, bzw. bei Zeitdruck verwendet.
Vorrundenwettkampf,
anders als beim "Round Robin" wird der "Speed Trail" bei vielen Teams je Division eingesetzt. Hier laufen die Teams gegen andere Mannschaften aus der Division (aber nicht gegen alle) und hier entscheidet einzig die schnellste Zeit des Teams über die Einteilung bei der Elemination.
Visuelles oder akustisches Signal bei dem der erste Hund jedes Teams die Start/Ziellinie überschreiten darf.
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| int. Startampel | öster. akustisches Startsignal |
Wendetechnick der Hunde bei "Boomerrang" bzw. "Curved Boxen". Entgegen der Meinung des österr. Reglements bin ich, trotz oder gerade wegen meiner Erfahrung in diesem Sport, nicht der Meinung, dass diese Wendetechnick den Hunden schadet. Ich kenne mittlerweile sehr alte und noch immer aktive Flyballhunde ohne irgendwelche Schäden, die auch heute noch sehr viel Spaß beim Flyball haben.
Das "Um und Auf" bei dieser schnellen Sportart. Bei den Wechseln werden Läufe gewonnen oder aber auch verloren. Um genaue Wechsel kontrollieren zu können, benötigt man jedoch ein "EJS" welches leider nicht überall vorhanden ist. Es ist nahezu unmöglich exakt wechselnde Hunde mit freiem Auge zu kontrollieren. Bei dem Beispielfilm haben alle Hunde exakt gewechselt. Dies wird mit einem Schwenk auf die "EJS-Anzeige" bestätigt, jedoch mit freiem Auge wäre es unmöglich.